Energie

Die beste Energie ist die … eingesparte. Das Sparpotenzial ist riesig und es ist an der Zeit, dass sich die Politik ernsthaft mit dieser Frage auseinandersetzt. Und zudem: Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien, die natur- und landschaftsverträglich erzeugt werden.

Ich unterstütze daher die Energiestrategie 2050 des Bundesrates für einen geordneten Atomausstieg. Die Atomkraftwerke  beinhalten zu viele Risiken, sie verursachen radioaktive Abfälle, die niemand will – und sie sind zu teuer. Die Energiestrategie 2050 sieht auch die Verbrauchsreduktion von fossilen Energien mit ihren klimaschädigenden CO2-Emissionen vor. Die wichtigsten Entscheide fallen in der nächsten Legislatur. Ich bin bereit, mich mit Nachdruck für ein ökologisches Energieversorgungssystem einzusetzen, das auf regionaler Ebene auch Arbeitsplätze schafft.

In der dicht besiedelten Schweiz haben Solaranlagen auf überbauten Flächen das grösste Entwicklungspotenzial. Die Wasserkraftwerke werden aber auch weiterhin das Rückgrat unserer Stromversorgung bilden.

Einige Standpunkte

Müssen Natur- und Landschaftsschutzgesetze revidiert werden, um die Förderung der erneuerbaren Energien ohne Hindernisse zu realisieren?

Natur- und Landschaftsschutz sichern unsere Lebensgrundlagen, unsere Lebensqualität. In welcher Welt möchten wir leben und was wollen wir den Touristen bieten, wenn die letzten frei fliessenden Bäche kein Wasser mehr haben und die schönsten alpinen Landschaften mit Kraftwerkanlagen verbaut sind? Eine vernünftige Entwicklung der erneuerbaren Energien respektiert den Natur- und Landschaftsschutz. Die Greinaebene und die Restwasservorschriften stehen nicht zur Diskussion.

Und die Gas- und Kohlekraftwerke?

Die alternativen Technologien, von seriösen Unternehmen entwickelt, sind schon lange bereit und werden laufend perfektioniert. Die innovativen Projekte müssen jetzt realisiert werden. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) darf nicht aufgegeben werden, solange die erneuerbaren Energien nicht konkurrenzfähig sind. Die fossilen Energien verursachen Klimaschäden (CO2), dafür müssen sie aufkommen und folglich durch eine staatsquotenneutrale Lenkungsabgabe verteuert werden. Das Bündner Volk hat weise gehandelt, als es sich 2013 und 2015 gegen Kohlekraftwerke ausgesprochen hat.

Die Versorgung mit erneuerbaren Energien ist nicht nur eine Vision: Die grossen Schweizer Städte bewegen sich in diese Richtung und bis 2035, ist der politische Wille vorhanden, könnte dies Realität sein. Schon heute werden Häuser gebaut, die mehr Strom erzeugen als sie verbrauchen.

Haben wir in Zukunft genügend Energie?

Die Energieeffizienz (grosses Sparpotenzial vorhanden), die Wasserkraft (sie deckt schon heute schon über 55% unseres Bedarfs), die Sonne (könnte 20% unseres Bedarfs sichern), der Wind, die Biomasse, das Biogas, die Geothermie, die Wärmekraftkopplung: Verschiedene Studien, darunter auch solche des Bundesrates, zeigen, dass wir bei einer Nutzung sämtlicher Möglichkeiten in Zukunft genügend erneuerbare Energie haben werden.

Müssen wir in Zukunft das Klima mehr schonen?

Unbedingt! Der beschleunigte Gletscherrückgang – ein trauriges Zeichen der Klimaerwärmung – betrifft uns direkt. Wenn wir die CO2 Emissionen nicht verringern, wird wohl das eintreten, was der Chefökonom der Weltbank, Nicholas Stern, schon 2006 in seinem Bericht für die britische Regierung schrieb: Die Klimaveränderung wird die grösste Rezession aller Zeiten verursachen. Und die Schweiz wird nicht verschont bleiben. Die Herausforderung ist sehr gross, weil sie global ist. Aber wer sich nicht engagiert, darf nicht erwarten, dass die andern handeln.